![]() Copyright 2008 Wolf van Elsen ![]() designed with a Mac Pro by: Sebastian Spielhagen Ich habe die Welt gesehen - Leseprobe Oft bin ich gefragt worden, wo es mir am besten gefallen hat. Wenn ich ehrlich sein soll, ich kann es nicht sagen. Alles hatte seinen Charme, seine guten und schlechten Seiten. Meist sind es Erlebnisse, die mich stark beeindruckt haben. Wie z.B. in Jordanien: Dort wurde uns u.a. die fantastische Stadt Petra gezeigt. Wir ritten mit ca. 20 Personen durch dieses grandiose, ungemein beeindruckende Tal. Die Hufe der Pferde schallten an den Felswänden wider und versetzten uns in eine geradezu euphorische Stimmung. Überwältigt und, ja, fast demütig betraten wir dann einige der in den Felsen geschlagenen Häuser und Tempel. Wir meinten tatsächlich, jetzt einige Jahrhunderte zurück in einer anderen Welt zu leben. Keiner aus der Gruppe konnte sich diesem Gefühl entziehen. Anschließen fuhren wir in die schöne Hafenstadt Aqaba am gleichnamigen Golf. Die Stadt war damals noch nicht so ausgebaut, wie heute. Wie überrascht waren wir, als wir abends von Seiner Majestät König Hussein von Jordanien, dem Herrscher der Haschemiten, zu einem Drink eingeladen wurden. Es war der 14.11.1964, seinem 29. Geburtstag. Beeindruckend die Ausstrahlung und das Charisma dieses nur 1,62 m großen Königs, trotz rotem T-Shirt mit langem Reissverschluss und Freizeithose. Ich erinnere mich noch genau, dass er einem seiner Leibwächter einen großkalibrigen Revolver abnahm und ihn dem Hotelier schenkte, der sich auf Knien mit einem Handkuss bei seinem König für dieses Vertrauen bedankte. Hierzu muss man wissen, dass er 1952, mit 17 Jahren, nachdem sein Vater wegen geistiger Behinderung abgedankt hatte, den Thron bestiegen hatte und bis zu diesem Tag ein gutes Dutzend Attentate überlebt hatte. Wir jedenfalls freuten uns riesig, einer solch beeindruckenden Person begegnet zu sein und sangen ihm ein Ständchen: „Am Brunnen vor dem Tore . . . Auf der Rückfahrt zum Flughafen nach Amman hatte einer unserer Mietwagen eine Panne. Nun standen wir da im gleißenden Wüstenlicht bei geschätzten 40 Grad im Schatten, der natürlich nur im Auto zu finden war und wussten nicht so recht, was wir tun sollten. Aus unserer Richtung näherte sich ein großer Autokonvoi mit einigen Militärfahrzeugen vorn und hinten. Man hielt an und aus stieg seine Majestät, der König. „No problem, gents, we will send you assistance as soon as possible. Und tatsächlich, kurze Zeit später kam ein Fahrzeug mit einem Monteur, der unseren Pkw wieder zum Laufen brachte. Hilfe vom König persönlich geschickt. Welch ein Erlebnis! Vielen Dank. < Zurück > |